Reisebericht unserer Mittelmeerkreuzfahrt mit AIDAmar vom 25. April bis zum 02. Mai 2014

Starthafen dieser einwöchigen Kreuzfahrt war wieder einmal Palma de Mallorca. Im Verlauf der Reise besuchten wir Civitaveccia, Livorno, Marseille und Barcelona.

Am Flughafen von Palma wurden wir auch gleich wieder freundlich von den AIDA-Mitarbeitern empfangen und per Bus ging es Richtung Hafen. Da die AIDAmar ihrem Schwesternschiff AIDAsol gleicht, verschoben wir die nähere Besichtigung des Schiffs auf später und nahmen uns diesmal Zeit die Altstadt von Palma zu erkunden. Mit dem Shuttlebus erreichten wir das Zentrum in wenigen Minuten und begannen unseren Spaziergang in der Nähe der berühmten Kathedrale, die auch vom Hafen aus zu sehen ist. Das Wetter spielte noch nicht so ganz mit und auf eine Jacke konnten wir nicht verzichten. Ein Eis haben wir uns trotzdem gegönnt, und uns von den vielen Künstlern, die hier ihre überwiegend pantomimischen Talente zeigten, bezaubern lassen.

Bild 1

Zurück auf dem Schiff bereiteten wir uns auf das Abendessen und die Sailaway-Party auf dem Pooldeck vor. Natürlich musste auch diesmal vor dem Ablegen die vorgeschriebene Seenotrettungsübung stattfinden. An Bord der AIDAmar hatten wir zwei Balkonkabinen gebucht, allerdings im Vario Preismodell. Unsere Kabinenkategorie stand also fest, nur die Lage der Kabinen hielten wir für unwichtig. Wir bekamen je eine Kabine an Steuer- und Backbordseite. Beide ziemlich weit vorne in Bugnähe. Die Schiffsbewegungen waren hier deutlicher zu spüren als weiter hinten im Schiff, so dass wir uns bei einer neuen Buchung doch wieder für das Premium-Modell entschieden haben.

Der nächste Tag war ein Seetag. Die Überfahrt nach Civitaveccia verlief bei heiteren 18 Grad ein bisschen unruhig. Trotzdem fühlten wir uns an Bord bestens aufgehoben und hatten nun Zeit, uns ganz in Ruhe das Schiff anzusehen. Seetage sind natürlich immer dann am schönsten, wenn man sie in der Sonne genießen kann.

Pooldeck

Im Hafen von Civitaveccia blieben wir zwei Tage. In Rom wurde ein Papst heilig gesprochen, und so glaubte AIDA zunächst auf alle Ausflüge dorthin verzichten zu müssen. Schließlich musste gewährleistet sein, dass alle Gäste, trotz der völlig überlaufenen Stadt, rechtzeitig und sicher zurück an Bord gelangen konnten. Einige Zeit vor Reiseantritt bekamen wir aber die Nachricht, dass wir auf einen weiteren Seetag zugunsten eines längeren Aufenthalts im Hafen von Civitaveccia verzichten würden. Das gab allen Passagieren die Möglichkeit, bei der Heiligsprechung dabei zu sein, oder den zweiten, etwas ruhigeren Tag, für den Ausflug zu nutzen. Wir haben uns für letzteres entschieden.

Erst einmal erreichten wir aber den Hafen und blieben dort nicht lange alleine. Costa Favolosa, Norwegian Spirit und MSC Musica leisteten uns Gesellschaft. Nun kann man sich in etwa vorstellen, wie viele Menschen alleine auf dem Seeweg in die ewige Stadt drängten.

Den ersten Tag verbrachten wir in Civitaveccia selbst, eher ein kleines Fischerdorf, aber eben der Hafen von Rom. Eine überlebensgroße Matrosenstatur steht im Mittelpunkt der Promenade.

Matrosenstatur

Am nächsten Morgen bereiteten wir uns auf unseren Ausflug nach Rom vor, als wir auf der Reling einige Möwen entdeckten, die dort fröhlich spazieren gingen, und sich von uns nicht stören ließen. Sie haben hier auf der Website ein eigenes zu Hause gefunden (Lekkerbek).

In Rom angekommen, besichtigten wir (noch immer in Strickjacken) den Petersdom, die Engelsburg, den Tiber, das Pantheon, die spanische Treppe und den Trevibrunnen. Nach einem fast siebenstündigen Aufenthalt waren wir froh, dass unser Reiseführer (den wir übrigens schon von unserer Reise mit „Mein Schiff 2“ kannten), uns aus der überfüllten Stadt abholte und sicher zu unserem Bus führte. Den Ausflug in Rom haben wir, wie fast immer, auf eigene Faust gemacht.

Petersdom

Nun feierte Civitaveccia gerade seinen hundertsten Hafengeburtstag und wegen der Prozessionen war den Bussen bis zu einer bestimmten Uhrzeit die Zufahrt verboten. Das bedeutete natürlich, dass anschließend alle Busse der verschiedenen Schiffe gleichzeitig ankamen und sich die Wartezeit vor den Sicherheitskontrollen entsprechend verlängerte. Wir hatten vorgesorgt, und einen Tisch im Steakhouse „Buffalo“ reserviert. Erfahrungsgemäß sind die Buffet-Restaurants hoffnungslos überfüllt, wenn viele Passagiere von langen Ausflügen zurückkehren und zur gleichen Zeit essen wollen. Aber selbst für unsere Reservierung wurde die Zeit langsam knapp, und endlich zurück an Bord, mussten wir uns in Windeseile umziehen. Das Steakhouse konnte uns nicht so richtig überzeugen. Das Essen war gut, aber natürlich nicht mit der Vielfalt am Buffet zu vergleichen. Immerhin hatten wir aber einen reservierten Tisch und ersparten uns damit eine lange Suche.

143 nautische Meilen war die zurückzulegende Entfernung bis Livorno. Auf einen gebuchten Ausflug hatten wir ganz bewusst verzichtet. Nach einem anstrengenden Tag in Rom lockten uns weder Pisa noch Florenz. Ein kurzer Spaziergang durch Livorno reichte völlig, denn die Strickjacken duften bei strahlendem Sonnenschein wenigstens schon mal um die Hüften gebunden werden. So machten wir das, was unbedingt zu einer Kreuzfahrt gehören sollte. Wir kehrten aufs Schiff zurück und setzten uns faul in die Sonne.

Bild 2

Für den nächsten Tag hatten wir nun reichlich Kraft getankt. In der Nacht legten wir 267 nautische Meilen bis Marseille zurück und freuten uns auf die französische Metropolstadt. Die Temperaturen hatten noch einmal zugelegt und machten den Ausflug umso schöner. Die Gegend um den alten Hafen von Marseille ist sehenswert und lässt vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. Hier lässt es sich herrlich entspannen.

Marseille

Blieb noch Barcelona. 197 nautische Meilen entfernt und eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Am Morgen aber unser Liegeplatz im Hafen. Hatten wir in anderen Jahren direkt mit Blick auf die Seilbahn im Hafenbecken gelegen, befanden wir uns nun weit außerhalb und mussten mal wieder Bus fahren. Für den wir auch wieder zahlten, während die Hafenbehörden in Barcelona einen kostenlosen Service stellen!

Dafür hielt das Wetter und spätestens jetzt konnte auch der letzte Pessimist die Jacke gleich an Bord lassen. Etwas über Barcelona zu schreiben fällt mir schwer. Die Stadt muss man einfach gesehen und erlebt haben. Nur soviel: die Ramblas, Sagrada Familia… das gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Wer mehr wissen möchte, auch zum geschichtlichen Hintergrund, dem empfehle ich mein Buch „Von Meeren und Rettichen“, in dem auch diese Reise enthalten ist.

Sagrada Familia

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Kapitän dieser Reise. Wir hatten das Glück, einen Kapitän an Bord zu haben, der sich am Ende der Woche in den Ruhestand verabschiedete. Ein Glück war es, dass wir ihn dabei haben durften, nicht dass er nicht mehr zur See fährt. Er hat uns wunderbar unterhalten, informiert und chauffiert und dieser Reise eine ganz besondere Note gegeben. In diesem Sinne „Captain out“.

Nun sind die Reiseberichte unserer Kreuzfahrten geschrieben und ihr müsst Euch ein bisschen in Geduld üben. Aber Vorfreude ist ja die schönste Freude. Neuigkeiten wird es dann im Sommer geben, zur AIDAblu und den schönsten Zielen der Adria.

Bild 3

Reisebericht unserer Skandinavien-Reise mit AIDAcara im Mai 2012

Am 12. Mai 2012 wurde die AIDAmar in Hamburg getauft und wir hatten den Wunsch auf die ein oder andere Weise dabei zu sein. Nachdem wir alle in Frage kommenden Reisen verglichen hatten, haben wir uns dazu entschieden, die Taufe an Bord der AIDAcara, dem kleinsten Schiff der AIDA Flotte, zu feiern. Starthafen unserer viertägigen Reise war Kiel. Somit waren wir zwar nicht direkt vor Ort, aber natürlich wurde auf allen Schiffen gefeiert und die Taufe ins Theater der Cara übertragen. Lieber hätten wir natürlich auf dem Pooldeck gefeiert, aber dazu war es um die Jahreszeit einfach noch zu kalt. Wir sind mit dem PKW angereist und haben so auf dem Weg nach Kiel in Hamburg immerhin einen Blick auf den Täufling werfen können, bevor wir in Kiel schließlich selbst an Bord gingen.

Da die Cara sich doch wesentlich von den Schiffen unterscheidet, mit denen wir sonst unterwegs waren, habe ich mich entschieden, ihren ganz persönlichen Charakter in diesem Bericht mit einigen Bildern zu unterstreichen. Das Pooldeck der AIDAcara ist natürlich um einiges kleiner als auf den Schiffen der Sphinx-Klasse.

Pooldeck AIDAcaraPooldeck AIDAcara

Da auf dem Schiff keine Balkonkabinen verfügbar sind, entschieden wir uns für eine Suite. Im Gegensatz zu den größeren Schiffen sind die „privaten“ Außenbereiche der Suiten nicht ganz so privat. Das sehr geräumige Sonnendeck im Bug des Schiffs teilten wir uns mit den Bewohnern der anderen drei Suiten.

Ausschnitt des Sonnendecks im Bug der AIDAcaraAusschnitt des Sonnendecks im Bug der AIDAcara

Unsere Reise führte uns von Kiel über Göteborg und Kopenhagen zurück nach Kiel. In den beiden Skandinavischen Städten hatten wir für Mitte Mai überraschend gutes Wetter. Auch die jeweilige Überfahrt verlief weitestgehend ruhig, wenn auch die Abende an Deck sehr kalt waren. Bevor wir den Hafen von Göteborg erreichten, durchfuhren wir eine wunderschöne Schärenlandschaft, für die alleine sich die Reise schon gelohnt hätte.

Im Morgenlicht auf dem Weg nach Göteborg.Im Morgenlicht auf dem Weg nach Göteborg.

Im Hafen angekommen, durften wir uns gleich zu Fuß weiterbewegen und die Stadt war gut erreichbar. Zwischen malerischen Parks, historischen Gebäuden und einigen Kanälen lohnte sich ein Spaziergang auf jeden Fall.

GöteborgGöteborg

Am Abend setzten wir unsere Reise in Richtung Kopenhagen fort. Auch dort wurden wir am nächsten Tag mit strahlendem Sonnenschein empfangen. Gleich im Hafen gab es einige Einkaufsmöglichkeiten, aber natürlich wollten wir erst das Wahrzeichen, die kleine Meerjungfrau, sehen. Auch hier ist alles gut zu Fuß zu erreichen. Kopenhagen ist eine Stadt voller Leben, die trotzdem Ruhe und Entspannung ausstrahlt. Ganz besonders gut hat uns der Palast gefallen.

KopenhagenKopenhagen

Zurück an Bord wurde der letzte Abend auch hier mit einer Poolparty und Lasershow gefeiert.

Entsprechend ihrer Größe bietet die Cara natürlich weniger Auswahlmöglichkeiten bei den Restaurants. Dennoch gefiel uns, wie meistens, das Buffetrestaurant (in diesem Fall Calypso) am Besten. Das Essen war, wie immer bei AIDA, sehr gut und es gab reichlich Auswahl. Auch die Abschiedstorte durfte nicht fehlen.

Kuchen

Die AIDA cara hat ihren ganz eigenen Fanclub, da die Atmosphäre auf dem kleineren Schiff deutlich familiärer ist. Man hat eben noch eher das Gefühl auf einem Schiff zu sein. Die Unterhaltung war gleichwertig mit der auf den größeren Schiffen und die Crew wie immer mit Eifer und Kompetenz bei der Sache.

Ein bisschen störend sind die fehlenden Balkonkabinen. Wer sich ohnehin für eine Innen- oder Außenkabine entscheidet, ist auch auf diesem Schiff bestens aufgehoben!

AIDAcara im Hafen von GöteborgAIDAcara im Hafen von Göteborg

Reisebericht unserer Kanarenkreuzfahrt 2012

Die Route dieser Reise: Teneriffa – Madeira – La Palma – Gran Canaria – Fuerteventura – Lanzarote - Teneriffa

Das Schiff dieser Reise: AIDA sol

Am 13. Oktober 2012 starteten wir unsere einwöchige Reise zu den Inseln des ewigen Frühlings. Dies ist die erste Reise, die wir zu fünft angetreten sind, denn diesmal waren auch meine Eltern mit von der Partie. Von Düsseldorf ging es Richtung Teneriffa, wo uns die Mitarbeiter von AIDA, wie immer, gleich am Flughafen in Empfang nahmen. Unter einem zwar leicht bewölkten Himmel, fuhren wir bei 27 Grad Außentemperatur mit dem Bus Richtung Hafen. Die Fahrt vom Flughafen zum Schiff dauerte ungefähr eine Stunde. Beim Eintreffen im Hafen durften wir den Bus, ebenfalls wie immer, ohne unser Gepäck verlassen und wurden im Terminal mit Erfrischungsgetränken begrüßt. Die Koffer wurden in der Zwischenzeit bereits zum Schiff gebracht, auf das auch wir schon einen ersten Blick werfen konnten. Uns Dreien war AIDA sol ja bereits aus dem Vorjahr bekannt, wenn auch in einem etwas anderen Klima. Die Einschiffungsformalitäten waren trotz großem Andrang schnell erledigt. Nun durften auch meine Eltern zum ersten Mal ihre Balkonkabine besichtigen, die direkt neben unserer lag. Da wir nicht die Premium-Variante gebucht hatten, bei der die Kabinennummern frei wählbar sind, war dies entweder der sehr netten damaligen Reiseberaterin oder einem Riesenzufall zu verdanken!

Wie immer, stand erst einmal die vorgeschriebene Seenotrettungsübung auf dem Plan, die seitens der Crew aber kompetent und zügig abgewickelt wurde. Unser Ziel für das Abendessen war das Bella Donna – Buffetrestaurant. Das Essen war, wie auch an allen darauffolgenden Tagen abwechslungsreich und sehr gut. Glück hatten wir mit den Servicekräften, die für unseren Tisch zuständig waren. Sie waren nicht nur immer sofort zur Stelle, sondern hatten auch mal ein paar Minuten für einen kleinen Plausch. Natürlich sind die Tische im Restaurant frei wählbar. Wir hatten aber einen „Lieblingstisch“ und es ist uns fast ausnahmslos gelungen, ihn auch zu bekommen. Da AIDA das Restaurant für Familien mit Kindern zum Abendessen eine halbe Stunde früher öffnet, war es zu Anfang recht ruhig. Gegen 22.00 Uhr machte sich das Schiff auf den 261 Seemeilen weiten Weg nach Madeira.

Da wir erst gegen 16.00 Uhr die Insel erreichten, konnten wir den Vormittag an Bord genießen. Die Sonne schien bei 26 Grad und wir fanden Liegestühle im Bug des Schiffes, von wo aus wir eine fantastische Aussicht auf die sich langsam nähernde Insel Madeira hatten. Ein erster Spaziergang an Land führte uns entlang der palmenbestandenen Promenade und über einen nahegelegenen Markt. Dabei konnten wir uns ruhig Zeit lassen, denn AIDA sol würde ganze 24 Stunden im Hafen bleiben und die Rückkehr auf das bewachte Schiff war zu jederzeit möglich.

So verbrachten wir einen weiteren Tag bei 25 Grad mit einem Bummel durch Funchal, bis wir die nächsten 244 Seemeilen Richtung La Palma in Angriff nahmen.

Um 9.00 Uhr am nächsten Morgen legten wir in Santa Cruz de La Palma an. Jetzt hatten wir bis 17.30 Uhr Zeit den Ort zu erkunden. Bei 26 Grad das reinste Vergnügen. Egal ob Einkaufen, gemütlich draußen sitzen und bei einem Getränk erfrischen, oder einfach nur bummeln, Santa Cruz hat alles zu bieten. Das kleine Städtchen mit der sonnigen Atmosphäre hat uns sehr begeistert. Die felsige Küste und das Schauspiel des Wassers sind sehenswert.

Zurück an Bord von AIDAsol ging es nach dem Essen zur Schlagerparty aufs Pooldeck. Die Darbietungen und Shows der Künstler können sich sehen lassen. Aber auch die Lichtshow ist ein großes Spektakel.

Im Theatrium, das bei den Schiffen der Sphinx Klasse mittig gelegen ist, und das man auf seinen Wegen über die Decks sowieso immer mal wieder durchquert, haben wir uns die ABBA Show angesehen. Eine Kreuzfahrt inklusive Musicals. Das Theatrium erstreckt sich über drei Decks und die Bühne ist beweglich. Hier werden immer wieder neue professionelle Shows vorgeführt. Auch Elvis war diesmal im Angebot.

Von Gran Canaria trennten uns nur 151 Seemeilen und auch diese Überfahrt verlief ruhig. Bereits um 8.00 Uhr machte das Schiff am Santa Catalina Poniente in Las Palmas, Gran Canaria, fest. Nachdem wir den Hafen zu Fuß verlassen hatten, bot sich uns ein Fotomotiv, das auch hier in der Galerie zu finden ist. AIDA sol lächelte zwischen den Palmen in die spanische Sonne. Da die Temperatur nun schon auf 28 Grad gestiegen war, spazierten wir über die Promenade zum Strand und ließen uns die Wellen über die Füße schwappen. Natürlich gibt es hier auch reichlich Bettenburgen, die das Stadtbild beeinflussen, aber die Strände machen das wieder wett. Direkt am Wasser fanden wir ein Lokal mit Tischen im Freien. Dort haben wir den Ausflug langsam ausklingen lassen, bevor es zurück in Richtung Hafen ging. Beeindruckt haben uns die Wegweiser, die unter anderem die Entfernungen bis Amsterdam (3173) oder Shanghai (11584) angeben. Das ist doch mal eine tolle Idee. Um 20.00 Uhr wäre AIDA sol pünktlich zum Ablegen bereit gewesen, wenn denn alle Passagiere an Bord gewesen wären. Zum Glück haben es aber alle Nachzügler gerade noch so geschafft und wurden von den Passagieren an Bord, die sich an der Reling bereits für das Ablegen versammelt hatten, mit Applaus begrüßt. Die vielen kleinen Boote im Hafen verabschiedeten den um so vieles größeres Kollegen mit einem herzlichen Hupkonzert und wir setzten unsere Reise Richtung Fuerteventura fort.

Es galt nur 119 Seemeilen zu überwinden und so konnten wir schon vor dem Frühstück beobachten, wie die Mitarbeiter jede Menge Fahrräder neben dem Schiff aufreihten, damit auch die sportlichen Ausflügler auf ihre Kosten kommen konnten. Wir haben während dieser Reise keine gebuchten Ausflüge gemacht, da die Inseln auch zu Fuß schön zu besichtigen waren. Auch Puerto del Rosario lockte mit 28 Grad, auch wenn die gefühlte Temperatur unter dem leicht bewölkten Himmel darunter lag. Palmen, Wasser, Strände und Felsen gab es auch wieder. Dazu ein großes Einkaufszentrum, das wir auf der Suche nach Mitbringseln erkundeten. In einer sehr sauberen Fußgängerzone gelegen fanden wir wieder ein schönes Lokal zum verweilen und genossen die Sonne, wenn sie zwischen den Wolken hervorblinzelte. Auch der Hafen von Puerto del Rosario setzte das Schiff in ein schönes Licht. Oft ist eine Hafenmauer oder ein Gebäude im Weg, aber auf den Kanaren ließen sich schöne Aufnahmen der AIDA sol machen. Allerdings waren wir in den meisten Häfen das einzige Schiff.

Unser nächstes Ziel war Lanzarote. Genauer gesagt die Hauptstadt Arrecife. Den kurzen Weg dahin legte das Schiff in ein paar Stunden zurück und bereits gegen Mitternacht konnten wir erneut von Bord gehen. Nur wenn die Schiffe über Nacht im Hafen bleiben, oder erst sehr spät am Abend ablegen, bekommt man Fotos des beleuchteten Riesen. Zu diesem Zweck gingen wir kurz an Land, bevor es endgültig auf die Kabinen ging. Arrecife haben wir am nächsten Tag bei Licht besucht. Nachtschwärmer durften natürlich auch im Dunkeln an Land bleiben. Der Hafen liegt ein bisschen außerhalb der Stadt und wir nutzten den von AIDA angebotenen Shuttlebus. Dieser ist kostenpflichtig. Arrecife ist eher eine Großstadt. Der Charme von Lanzarote zeigt sich in den Ferienorten, z.B. an der Costa Teguise, die wir früher einmal besucht haben, viel deutlicher und so wurde es ein eher kurzer Ausflug in die Hauptstadt.

Am Abend, der schon wieder letzte an Bord, gab es ein noch beeindruckenderes Buffet als sonst. Wie bei AIDA üblich, präsentierte die Crew aus Früchten geschnitzte Figuren und einen großen Kuchen, der in Zuckerschrift die Reisedaten wiedergab. Dann konnte die Abschiedsparty auf dem Pooldeck beginnen. Inzwischen hatten wir den Hafen von Lanzarote verlassen und waren auf offener See. Die Lasershow konnte beginnen. Sekt in den Farben der Reederei schimmerte in den bereitgestellten Gläsern und die Crew verabschiedete sich, bevor die Gäste ihren letzten Walzer an Bord tanzten.

Nach weiteren 148 Seemeilen wieder auf Teneriffa angekommen, hatten wir wegen eines späten Fluges noch Zeit, Santa Cruz zu besuchen. Insgesamt 942 Seemeilen haben wir auf dieser Reise zurückgelegt, nach der auch meine Eltern sich zu den Kreuzfahrtsüchtigen zählen dürfen. Wer mehr wissen möchte, liest in „Von Meeren und Rettichen“ weiter.

Reisebericht unserer Mittelmeerkreuzfahrt mit Mein Schiff 2

Da wir bisher nur diese eine Kreuzfahrt mit TUI Cruises unternommen haben, möchte ich der Gerechtigkeit halber gerne diesen Bericht vorziehen. Dass es bislang bei der einen Reise geblieben ist, ist eher ein Zufall und liegt sicher nicht an den Erfahrungen die wir mit TUI Cruises gemacht haben.

Starthafen für diese Kreuzfahrt war Valletta auf Malta. Allein schon die Tatsache, dass wir einmal nicht von Mallorca aus ins Mittelmeer starteten, hat uns sehr begeistert. Wir mussten zwar zum Flughafen in Frankfurt eine längere Anfahrt in Kauf nehmen, aber das störte uns erst einmal nicht. Auf Malta angekommen, wurden wir auch sofort von den Mitarbeitern von Tui Cruises in Empfang genommen und auf die bereits wartenden Busse verteilt. Wir haben die Reise im Hochsommer gemacht und entsprechend heiß war es in Valletta. Leider hatten wir ein bisschen Pech, mit den Mitreisenden im Bus. Offenbar war ein Gepäckstück verlorengegangen und wurde nun mit Hilfe der Reisebegleiter verzweifelt gesucht. Für die Unglücksraben, denen der Koffer fehlte sicherlich noch ärgerlicher als für uns, aber wir saßen in der Hitze geraume Zeit im Bus und warteten auf die Abfahrt. Als es endlich losging, war der Hafen von Valletta aber schon nach wenigen Minuten erreicht und wir durften in das kühle Hafengebäude zum Check-In. Dort gab es überhaupt keine Wartezeit. Alle ankommenden Gäste wurden sofort abgefertigt und durften aufs Schiff.

Die Mein Schiff 2 lag vor der atemberaubenden Kulisse von Valletta und von unserer Veranda aus hatten wir einen schönen Ausblick. Gebucht hatten wir eigentlich eine Balkonkabine, aber uns wurde eine Verandakabine zugeteilt. Für zwei Erwachsene und einen Teenager war die Kabine eigentlich ein bisschen klein, aber die geräumige Veranda entschädigte uns auf jeden Fall dafür. Leider mussten wir, um die Veranda zu erreichen, jedes Mal über das ausgeklappte Zustellbett klettern. Dafür gab es auf der Kabine eine Kaffeepadmaschine mit zwei gratis Pads an jedem Tag. Fast noch wichtiger war uns die Minibar. Bei der Hitze waren wir froh, auch auf der Kabine jederzeit auf gekühlte Getränke zurückgreifen zu können. Diese Getränke sind natürlich nicht im Reisepreis enthalten. Bei Tui Cruises sind nicht nur die Mahlzeiten und die Getränke im Buffetrestaurant inklusive, sondern auch die Getränke an den Bars. Das erwies sich allerdings als Nachteil. Waren wir doch von unseren „Nicht all-inclusive Reisen“ gewöhnt, an den Bars in den Außenbereichen immer einen Tisch zu bekommen. Hier waren die Tische eher knapp bemessen und ständig besetzt. Aber wir konnten ja immer noch auf unsere Veranda ausweichen, die auch drei Leuten ausreichend Platz zum Sitzen bot.

Nach unserer Ankunft suchten wir das Buffetrestaurant auf, und waren von den dort angebotenen Speisen eher enttäuscht. Diesen Eindruck konnte das Restaurant aber zumindest beim Frühstücksbuffet sehr gut wett machen. Das Publikum dort war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. Es wurde auch gerne einmal mit Essen geworfen, das dann sehr unappetitlich an die Wand klatschte. Würstchen, die einem knapp am Ohr vorbeirauschen, muss man sehr geschickt ausweichen. Es hielten sich auch höhere Ränge der Crew im Restaurant auf, die sich nicht weiter daran störten. Das klingt jetzt ein bisschen nach Jugendherberge und so ähnlich waren die Mittags- und Abendangebote im Buffetrestaurant auch aufgebaut. Es empfiehlt sich also eher im Menürestaurant zu speisen.

Die Zeit bis zum Ablagen wurde von der vorgeschriebenen Seenotrettungsübung ausgefüllt. Entgegen unserer Gewohnheiten war das Anlegen der Rettungswesten hier keine Pflicht. Für die Einweisung in die allgemein üblichen Regularien wurden die Passagiere in Gruppen auf die Bars verteilt. Erst nachdem die Vorträge dort beendet waren, ging es hinaus auf das Rettungsdeck. Hierdurch nahm die Übung ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch, dafür wurde aber auch jeder Gast an Hand seiner Bordkarte registriert. Inzwischen war die Dämmerung hereingebrochen und der Blick vom Rettungsdeck auf Vallettas Hafenpromenade entschädige für vieles.

Der nächste Tag war ein Seetag und die Mein Schiff 2 lag im Wasser, als würde sie sich gar nicht bewegen. Die Sonne strahlte und das Pooldeck überzeugte uns endgültig von diesem Schiff. Es gab zwei wirklich große Pools. Einen nur zum Schwimmen und den anderen zum Spielen und Toben. Somit konnte man wirklich schwimmen und nicht nur plantschen. Trotz des voll belegten Schiffes gab es ausreichend Liegen für alle Gäste und auch der Durst konnte schnell gelöscht werden. Am Abend gab es Live Musik auf dem Pooldeck und die Band war richtig gut.

Unser erstes Ziel war Monaco. An dieser Stelle muss unbedingt noch gesagt werden, dass der Kapitän des Schiffes uns regelmäßig mit nautischen Daten, aber auch mit Informationen zu Liegeplatz, Wetter und netten Anekdoten versorgte. Das ist nicht immer selbstverständlich. So lagen wir an diesem heißen Tag „als größte Yacht“, um ihn zu zitieren, zwischen all den Yachten vor Monaco. Ein wunderschönes Bild. Die Sehenswürdigkeiten von Monte Carlo werden die meisten kennen, und ja, es sieht ganz genau so aus wie im Fernsehen. Der Palast auf dem Felsen ist schön anzusehen und natürlich haben wir auch die Gräber von Fürst und Fürstin in der Kirche besucht. In das Spielcasino durften wir leider nicht hinein, aber es eignet sich auch von außen für ein Foto. Die berühmte Rennstrecke erkennt man gleich wieder und natürlich muss jeder Autofahrer in dem Tunnel einmal kräftig Gas geben. Ein rundum gelungener Tag, auch wenn die Hitze uns ordentlich zu schaffen gemacht hat. Am Abend ist die Landschaft von Monaco als Kulisse für ein Kreuzfahrtschiff unübertroffen.

Weiter ging es dann in Richtung Korsika. Im Hafen von Ajaccio haben wir ein AIDA Schiff getroffen und konnten die Ankunft des Kussmunds nun mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Abends haben sich die beiden Schiffe zum Abschied ein nettes Konzert der Typhone geliefert. Aber erst einmal ging es ja an Land. Wer den Hafen stadteinwärts verlassen will, muss dafür eine Gebühr entrichten. Das fanden wir ein wenig merkwürdig, haben es aber mit der hierzulande weit verbreiteten Kurtaxe verglichen. Ajaccio verfügt über einen sehr schönen Strand – unbedingt Badesachen mitnehmen. Die Stadt selbst steht natürlich ganz im Zeichen Napoleons.

Am nächsten Tag machte die Mein Schiff 2 im Hafen von Civitaveccia fest. Für uns die dritte Anfahrt dieses Hafens. Trotzdem ist es immer wieder schön, die vielen Schiffe dort zu bewundern und wir haben auch ein weiteres Mal den Ausflug nach Rom gebucht. Der Reiseleiter, der unserem Bus zugeordnet war, sollte später noch zu einem guten Bekannten werden, wir haben ihn 2014 erneut getroffen. Allein die Busfahrt nach Rom war ein entspanntes Erlebnis. Selten haben wir einen so tollen Reisebus gehabt. Mit einem Tisch zwischen den zwei von uns belegten Bänken hatten wir es richtig gemütlich. In Rom besuchten wir zum wiederholten Mal das Colosseum, die spanische Treppe, den Trevi-Brunnen, den Petersdom, den Tiber und die einschlägigen Einkaufsstraßen. Von unserem Reiseleiter bekamen wir den Tipp zu einer Eisdiele, die auch die Einheimischen aufsuchen und dort, auf einer kleinen Insel im Tiber, bekommt man tatsächlich das perfekte Eis zum günstigen Preis. Während der Rückfahrt fiel leider die Klimaanlage im Bus aus. Für uns war es trotzdem ein sehr gut organisierter Ausflug mit einem kompetenten Reiseleiter, der sich alle Mühe gab, uns trotz der Hitze im Bus zu Abkühlung zu verhelfen, obwohl er wirklich nichts für das Versagen der Technik konnte.

Nach einem weiteren Seetag nahmen wir Kurs auf Catania. Wie alles im Leben ist auch das Geschmacksache, aber wir konnten dieser Stadt mit ihrem hektischen Großstadttreiben nichts abgewinnen. Für uns hat sich immer wieder bewahrheitet, dass die am meisten besungenen Städte die am wenigsten romantischen sind. Aber das liegt im Auge des Betrachters.

Ein Erlebnis war die „Vulkannacht am Stromboli“. Den Ethna hatten wir uns, nachdem wir den Vesuv schon kannten, gespart. Nun aber, mitten auf See, im Dunkel der Nacht, stoppte der Kapitän das Schiff, und ließ uns aus sicherer Entfernung den speienden Stromboli bewundern. Keiner wusste ob es klappen würde, aber der Stromboli hat brav mitgemacht.

Zurück in Valletta blieben uns ein paar Stunden Zeit, bis wir zum Flughafen mussten, und wir haben eine der für uns schönsten Städte überhaupt entdeckt. Valletta besucht man am besten mittels Aufzug. Für nur einen Euro pro Person brachte uns der Aufzug in das Herz der Stadt. Valletta ist „very british“, aber zugleich historisch und noch heute werden die Kanonen vom Fort oberhalb der Wasserlinie abgefeuert. Das Tüpfelchen auf dem i war ein Straßenmusikant, der so schön spielte, dass er hoffentlich reich und berühmt wird.

Unser Fazit: jederzeit gerne wieder mit TUI Cruises. Von der Buchung bis zum Heimflug waren alle Mitarbeiter zu jeder Zeit freundlich, hilfsbereit und engagiert.

Das Schiff war, obwohl es in früheren Jahren bereits im Dienst der X-Cruises stand, sehr sauber, sehr gepflegt und einfach zum Wohlfühlen.

Nach unserer Erfahrung – Frühstück im Buffetrestaurant, aber sonst die Finger davon lassen. Aber das liegt nun auch schon wieder dreieinhalb Jahre zurück.

All-inclusive heißt hier wirklich All-inclusive. Jeder Cocktail, jede Art von Transfer, alles war im Preis enthalten. (Minibar natürlich ausgenommen, haben einige Schiffe aber nicht)

Schade, dass die Mein Schiff 2 in Kürze außer Dienst gestellt werden soll. Ein tolles Schiff!

Reisebericht einer Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer an Bord der Costa Fortuna

Nun werden sich viele fragen, warum wir AIDA nicht treu geblieben sind, sondern im Frühling 2010 eine Reise mit Costa unternommen haben. Das ist schnell erklärt: 2009 haben wir eine Mittelmeerkreuzfahrt mit AIDAbella gemacht, zu der es hier bereits einen Reisebericht gibt. Wir wiederholten in jenem Sommer einfach die Reise, die uns im Vorjahr an Bord der AIDAdiva so gut gefallen hatte. Wiederholt haben wir die Reise damals auch aus Mangel an Alternativen. Die Flotte verfügte damals noch über sechs Schiffe, mit denen die verschiedenen Gebiete befahren wurden. Wir hatten konkrete Vorstellungen, von unserem Reiseziel und so blieb uns im fraglichen Zeitraum nur die gleiche Reise noch einmal zu machen. Im Hafen von Neapel „trafen“ wir dann zum ersten Mal auf die Costa Concordia, die uns – mehr oder weniger – auf der gesamten Reise begleitete. Wir haben also heute ein gut gehütetes Fotoalbum voller schöner Bilder. Gut gehütet – weil es neue Aufnahmen der Concordia nie mehr geben wird. In einigen Häfen hatten die Schiffe so nah beieinander festgemacht, dass wir einen tollen Ausblick auf das Pooldeck der Concordia hatten. Gemeinsam stellten wir fest, dass Costa durchaus eine Alternative sein könnte. Da die verwandtschaftlichen Grade zu AIDA und Carnival Cruises ja durchaus bekannt sind, dachten wir uns in gute Hände zu begeben.

Planmäßig flogen wir nach Venedig und wurden dort auch sofort am Flughafen von Costa – Mitarbeitern in Empfang genommen. Diese zeigten sich zwar an unserer Ankunft weitaus weniger interessiert, als man das von AIDA kennt, aber das verunsicherte uns erst einmal nicht. Wir bekamen die Karten für den Bus und fanden selbigen auch auf Anhieb. Nachdem der Bus gut gefüllt war, startete der Fahrer den Motor und …..verschwand. Die anwesende (immerhin deutschsprachige) Reiseleiterin konnte sich sein Verschwinden zwar auch nicht erklären, fand es aber nicht weiter ungewöhnlich. Nach einer knappen halben Stunde erschien der Fahrer wieder und brachte uns zum Hafen. Dort angekommen, musste jeder Gast seine Koffer selbst aus dem Bus laden und eigenhändig dem Hafenpersonal übergeben. Dann ging es weiter Richtung Hafenterminal. Das Schiff konnten wir dahinter bereits liegen sehen, nur drauf durfte keiner. Wir bekamen eine Nummer für die Einschiffung und übten uns in Geduld. So verbrachten wir fast sieben Stunden abwechselnd auf den Plastikstühlen in der Halle und draußen auf der Hafenmauer. Ob das nun an den Hafenbehörden oder an der Reederei lag, haben wir nicht herausfinden können. Wir werden es nächsten Sommer noch einmal ausprobieren.

Dann musste alles ganz schnell gehen, denn schon am frühen Abend sollte das Schiff auslaufen. Die Koffer waren auf den Kabinen, aber wir hatten natürlich noch nicht ausgepackt. Umgezogen waren wir erst recht nicht. Für das Abendessen gab es feste Tischzeiten und wir hatten nun die Wahl, ob wir die Ausfahrt aus der Lagune von Venedig sehen, oder lieber Essen gehen wollten. Nach einem Blick auf die Speisekarte vor dem Restaurant haben wir uns für die Lagune entschieden.

Als ordentliche Kreuzfahrer erinnerten wir uns dann an unsere Pflicht, uns mit den Rettungsmitteln vertraut zu machen. Nach eingehendem Studium des Posters an der Innenseite der Kabinentür, machten wir uns auf die Suche nach unserer Musterstation. Die Suche endete vor abgeschlossenen Türen auf dem Rettungsdeck. Da wir nicht die einzigen Suchenden waren, wurde bald ein Mitarbeiter auf uns aufmerksam und fragte ob wir uns verlaufen hätten. Er hat uns lautstark klar gemacht, dass wir nichts auf dem Rettungsdeck verloren haben, sofern nicht gerade die Übung stattfindet. Bis zur Übung lag noch eine ganze Nacht und ein erster Hafen vor uns. Die Concordia war ja noch nicht gesunken. Trotzdem erreichten wir am nächsten Morgen sicher den Hafen von Bari. Schön war, dass wir unser Frühstück draußen einnehmen konnten. Die Kaffeetrinker empörten sich allerdings über die Plastikgefäße, aus denen sie trinken mussten. Wer die Ellbogen allzu lange auf dem Tisch aufstützte, blieb daran kleben. Im Gegensatz zu unserer Kabine, die täglich gleich zweimal gereinigt wurde, wurden die Tische selten abgewaschen.

Die Balkonkabine allerdings war geräumig, sauber und für zwei Erwachsene und ein Kind mehr als ausreichend. Immerhin handelte es sich bei dem Zustellbett einmal nicht um den schon mehrfach besprochenen ausgeklappten Sessel.

Der Landausflug auf Bari fiel eher kurz aus, da die Passagiere sich noch vor dem Mittagessen zur Übung einzufinden hatten. Wir werden nach dem nächsten Urlaub hoffentlich mehr von Bari zu erzählen haben.

Die Seenotrettungsübung vermittelte uns zum ersten Mal an Bord eines Kreuzfahrtschiffes ein „Titanic-Gefühl“. Hatten wir auf anderen Reisen noch unter unserem jeweiligen Rettungsboot den Anweisungen gelauscht, standen wir nun direkt davor. Männer hatten hinten zu stehen, Großväter ganz an der Wand, dann die jüngeren Männer. Frauen und Kinder davor. Wehe jemand wagte es, einen Millimeter zur Seite auszuweichen. Kinder schrien, weil der falschen Familie zugeordnet. Wer mehrere Kinder hatte, musste schließlich welche an die Reihen ohne Kinder abgeben. Die Crew kannte kein Erbarmen. Dafür wussten wir anschließend nicht nur in welches Boot, sondern exakt auf welchen Platz wir uns im Ernstfall begeben müssten – sofern die Türen nicht abgeschlossen sein würden. Nachdem die Ansagen in allen erdenklichen Sprachen abgespult waren, wurden wir erlöst.

Das Mittagessen hielt die nächste Überraschung bereit. Auf Anraten der Dame am Telefon hatten wir vor der Reise bereits Getränkepakete gebucht, die die Getränke zu den Mahlzeiten einschlossen. Ein entsprechendes Zeichen war auf den Bordkarten vermerkt. Nachdem die Kellner nun einmal herausgefunden hatten, dass die Getränke schon im Voraus bezahlt waren, kamen sie erst gar nicht mehr. Hatte man doch mal einen rechtzeitig vor seiner Flucht erwischt, musste man ihm mehrfach an die bestellten Getränke erinnern. Schlimmer noch, nach der Rückkehr von einem Landausflug an einem recht heißen Tag, wollte die Bedienung an der Bar unserem Sohn kein Getränk geben, da es noch nicht Zeit für das Mittagessen war. Wir hatten es ja gar nicht umsonst haben wollen! Trotzdem sind wir nur unter Androhung einer Meldung an die Reederei bedient worden – und das auf dem Pooldeck. Das Essen im Buffetrestaurant, wo das Mittagessen eingenommen wurde, war nahezu ungenießbar.

Beim Abendessen standen jeweils drei Gerichte zur Auswahl. Für die Erwachsenen von Abend zu Abend verschiedene, für die Kinder immer die Gleichen. Der Kellner lächelte später verstehend, wenn wir mit unserem Sohn die Teller tauschten. Ein Weinpaket hatten wir auch schon im Voraus gebucht. Finden konnten wir den Wein erst einmal nicht. Erst eine Debatte mit der Reiseleiterin ergab, dass wir den Wein abends im Restaurant erfragen mussten. Wir wollten ihn aber gar nichts zum Essen haben und waren damit auch nicht die Einzigen. So zog Abend für Abend eine Prozession Passagiere mit Weinflaschen unter den locker über den Arm getragenen Jacken aus dem Restaurant in Richtung der Kabinen. Dorthin wurden die Flaschen zum späteren Verzehr auf dem Balkon evakuiert. Nur wenn sich gerade Personal in der Kabine aufhielt, um die Betten aufzudecken, musste die Flasche eine weitere Runde über das Schiff getragen werden.

Nächste Station war Santorini. Da das Schiff hier nicht im Hafen festmachen kann, bleibt es auf Reede liegen und die Passagiere werden mit Booten an Land gebracht. Die Organisation dieses Transports klappte überraschend gut. Am Vorabend hatten wir bereits die Möglichkeit eine Nummer abzuholen, die mit einem Boot und einer festen Uhrzeit verbunden war. Zurück aufs Schiff konnte jeder nach seinen eigenen Wünschen. Wir waren bereit, den Aufstieg nach Thira zu Fuß zu bewältigen und „buchten“ in den Annahme, wir könnten das Tier führen, für unseren Sohn ein Maultier. Für ein paar Euro setzte uns der Eseltreiber aber gleich alle drei in die nicht vorhandenen Sättel und nachdem wir unsere Überraschung überwunden hatten, machte der Ritt viel Spaß! Die Stadt bot einen einzigarten Ausblick auf das Meer und „unser“ Schiff und die Promenade lud zu einem Spaziergang ein. Den Abstieg haben wir dann aber alle drei zu Fuß gemacht.

Schon am selben Abend machte die Costa Fortuna auf Mykonos fest. Zwei Häfen an einem Tag waren uns eigentlich zu viel, und da wir erst mit einem Bus in die Stadt hätten fahren müssen, verbrachten wir den Abend auf dem Schiff. Gute Unterhaltungsmöglichkeiten wurden aus unserer Sicht aber nur den Kindern geboten. Während unser Sohn bis spät in die Nacht beim „Donoughtsbacken“ war, verfolgten wir auf der Kabine aufmerksam das heimische Fernsehprogramm.

Unser nächstes Ziel war Katakolon. Hier unternahmen wir einen Ausflug nach Olympia. Im Bus tropfte Öl aus den Luftdüsen über unseren Köpfen. Aus den Haaren haben wir es herausbekommen, aus den Shirts leider nicht. Wer geschichtlich sehr interessiert ist, den mag Olympia begeistern. Wir haben mehr mit den Ameisen gekämpft, als den doch sehr ausführlichen Vorträgen zu lauschen. Um das Hafenbecken in Katakolon gibt es einen tollen Markt, der viel mehr zu einem Besuch einlädt. Zum Glück bot sich die Möglichkeit noch vor der Rückkehr auf das Schiff.

Der nächste Tag war ein Seetag. Es war heiß genug zum Schwimmen. Nach der Sichtung menschlicher Ausscheidungen im Pool haben wir trotzdem darauf verzichtet. Außerdem waren es keine Süßwasserpools und wir hatten den Eindruck, das Wasser würde direkt aus dem Meer angesaugt. Es war ganz ohne Strand reichlich Sand im Becken.

Am Abend verabschiedete uns der Kapitän bereits feierlich. Wir hatten zwar noch einen weiteren Hafen vor uns, und würden erst am übernächsten Tag nach Hause fliegen, aber uns wurde bereits das Gefühl vermittelt, die Reise sei zu Ende.

Dafür entschädigte uns Dubrovnik am nächsten Tag! Eine wunderschöne Stadt, gastfreundliche Kroaten und viel Sehenswertes. Es würde sich lohnen, einen eigenen Bericht zu dieser Stadt zu schreiben. Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich das entsprechende Kapitel in „Poolradio – Kreuzfahrt und andere Hits“. Übrigens muss auch hier wieder mit dem Boot übergesetzt werden. Auch das klappte reibungslos. Bei uns musste zwar einmal der Fahrer ausgetauscht werden, weil unserer es nicht schaffte, die Tenderpforte zu treffen, aber es war sehr unterhaltsam.

In der Nacht befanden wir uns auf dem Rückweg nach Venedig. Seltsame schwarze Rauchwolken stiegen aus dem Kamin und ich rechnete im Geiste nach, wie weit es noch bis Venedig war und ob wir das notfalls im Rettungsboot schaffen könnten. Wir haben es ganz ohne Rettungsboote geschafft. Dafür dass es in Venedig dann regnete, konnte die Crew natürlich nichts. Dass wir im Regen gefrühstückt haben, war auch nicht weiter schlimm, immerhin wurden die Tische sauber. Dafür gab es nur noch halbvolle Saftbecher.

Anschließend konnte uns die Besatzung nicht schnell genug von Bord bekommen. Erstaunlich wenig Busse warteten im Hafen auf die vielen Passagiere. Wir sind dann auch prompt in den Falschen eingestiegen. Es war der ausgewiesene Platz für die Shuttlebusse, aber der Bus fuhr nach Zürich. Ein Streik hatte alles durcheinander gebracht, und keiner der anwesenden Mitarbeiter sprach Deutsch oder Englisch. Unser Italienisch hat für diese Kreuzfahrt leider nicht ausgereicht. Wir haben es zwar letztendlich noch rechtzeitig zum Flughafen geschafft, aber im Jahr darauf sind wir wieder AIDA gefahren!

Reisebericht einer Westeuropa-Kreuzfahrt mit AIDAsol 2011

Unser Starthafen für diese Kreuzfahrt war Hamburg Altona. Die geplanten Destinationen, Le Havre (mit dem Ausflugsziel Paris), Dover (Ausflug nach London), Antwerpen und Amsterdam reizten uns, aber der eigentliche Grund für die Auswahl der Reise war das Schiff.

AIDAsol war erst eine Woche zuvor getauft worden, und wir hatten ihre Fertigstellung sehnsüchtig erwartet. Nach den mit bella und diva erlebten Reisen waren unsere Erwartungen entsprechend hoch. Dass wir um diese Jahreszeit kein Sommerwetter erwarten konnten, war uns vollkommen klar und letztendlich haben wir, auch wenn die Abende kalt waren, großes Glück gehabt. Wie viel Glück wir hatten, ist uns eigentlich erst klar geworden, als wir in diesem Jahr auf einer ähnlichen Route einen richtigen Wintereinbruch erlebt haben. Aber erst einmal zum Schiff. Unsere Balkonkabine entsprach den Kabinen der vergangenen Reisen. Nachdem wir während unserer zweiten Kreuzfahrt mit AIDAbella zufällig die gleiche Kabinennummer hatten, wie während der ersten Reise mit AIDAdiva, haben wir das zum Anlass genommen, die Kabinennummer per Premiumbuchung selbst aussuchen zu dürfen und uns natürlich für die gleiche Kabine entschieden. Soweit befanden wir uns also auf vertrautem Terrain. Neu für uns war das Brauhaus. Optisch fanden wir es sehr gelungen und einladend. Unser Weg ins Bella Donna Restaurant führte uns täglich durch das Brauhaus uns so hatten wir auch ohne uns dort niederzulassen einen recht guten Einblick. Die angebotenen Speisen würde ich als typisch bayrisch bezeichnen. Da wir aber mit Kind reisten war die Vielfalt im Buffetrestaurant geeigneter. Das selbst gebraute Bier haben wir nicht getestet. Trotzdem finde ich es beeindruckend, dass so etwas an Bord eines Kreuzfahrtschiffes möglich ist. Das Bella Donna Restaurant erwies sich als gute Alternative, obwohl wir unserem vertrauten Weite Welt Restaurant ein bisschen nachtrauerten. Trotzdem war die Auswahl mehr als überzeugend und die Qualität wie immer super. Auch die Kellner waren nicht nur freundlich, sondern geradezu liebenswürdig. Unsere Abende verbrachten wir, auf Grund der Kälte, vorwiegend in der Beachbar, die nicht ganz im Freien, aber trotzdem auf dem Pooldeck liegt und sowohl von dort als auch über ein innen liegendes Treppenhaus erreicht werden kann. (Ausführliche Darstellungen dieser Bar gibt’s in meinen Büchern). Die Servierkraft, von der wir hier fast immer bedient wurden, wurde im Laufe der Reise schon fast eine Freundin und wir haben sie später noch auf zwei weiteren Reisen wiedergesehen. Kaum zu fassen, dass auch sie uns erkannt hat, bei all den Menschen die dort ein und aus gehen. Die schönen, gelben Wolldecken hielten uns warm und so haben wir die Poolpartys mit ihren Lasershows von hier aus bestens miterleben können. Für uns war die sol auch das erste Schiff mit einer großen LED-Leinwand auf dem Pooldeck. Sehr beeindruckend. Alles in allem waren wir von AIDAsol genauso begeistert, wie von den beiden Schiffen vorher. Die Shows im Theatrium haben uns mal wieder überzeugt und an Unterhaltung hat es nie gefehlt. So ein ganz kleines bisschen hakte es an mancher Stelle noch, aber die Besatzung war in dieser Zusammenstellung gerade mal eine Woche unterwegs. Wir haben AIDAsol im Jahr darauf wieder besucht und da lief schon alles wie am Schnürchen.

Nun aber zu den angelaufenen Häfen. Nach einem Tag auf See stand Le Havre auf dem Programm. Wir hatten einen Ausflug nach Paris gebucht. Zwischen einer dreistündigen Busfahrt dorthin und dem ebenso langen Rückweg blieben uns gerade mal knappe vier Stunden in der Hauptstadt. Während einer späteren Reise haben wir auf diesen Ausflug verzichtet. Die Zeit hat gerade für einen kurzen Besuch des Eifelturms, der Champs Elysees, der Tuilerien und dem Place de la Concorde gereicht. Trotzdem hatten wir einen ersten Eindruck von Paris und etwas Neues erlebt. Zurück im Hafen von Le Havre erwartete uns eine weniger schöne Überraschung. Den Ansturm der mit zahlreichen Bussen rückkehrenden Passagieren konnte die Besatzung nicht bewältigen. Hatten wir in Paris noch die Sonne genossen, waren wir in der endlosen Schlange vor dem Hafenterminal einem eiskalten Wind ausgesetzt. Da es überhaupt nicht vorwärts zu gehen schien, reichten Crewmitglieder eiskalten Eistee, der leider so gar nicht half. Nachdem es schließlich gelungen war, alle Gäste durch die Sicherheitskontrolle an Bord zu bringen, waren die Restaurants hoffnungslos überfüllt. In Ermangelung freier Tische hatten sich einige Gäste mit ihren Tellern irgendwo auf den Stufen niedergelassen. Wir haben auf späteren Reisen für unsere Rückkehr nach Tagesausflügen einen Tisch im Steakhouse reserviert. Die Preise dort sind im Reisepreis nicht inbegriffen, das ist uns die Entspannung aber wert. Auch die beste Crew kann nicht zaubern, wenn alle Passagiere gleichzeitig essen wollen und genau das passiert, wenn die meisten Gäste einen neun- bis zehnstündigen Ausflug buchen.

Gleich am nächsten Tag stand Dover auf dem Programm. Ein sehr lustiger Busfahrer brachte uns nach London. Die Fahrt dorthin dauerte ungefähr eineinhalb Stunden. Da so viele Busse unterwegs waren, gab es nicht für alle eine deutschsprachige Reisebegleitung. Unser einheimischer Busfahrer entpuppte sich aber als die beste Reisebegleitung, die man sich nur wünschen konnte. Er hat auf dem Weg auf alles Sehenswerte aufmerksam gemacht und wusste viel darüber zu erzählen. Die Fahrt war auch deswegen so entspannt, weil die Passagiere im Bus zufällig die gleichen waren wie am Vortag in Frankreich und man sich schon kannte. London selbst bereitete sich auf die Hochzeit von William und Kate vor, die am nächsten Tag stattgefunden hat. Wir haben London in einer einmaligen Aufmachung gesehen und durften die Proben am Buckingham Palace aus der Nähe verfolgen. Unsere Haltestelle befand sich am Ufer der Themse gleich gegenüber dem London-Eye und so hatten wir dieses, genau wie Big Ben direkt im Blick. Die Towerbridge hatten wir schon passiert und eilig ein paar Fotos gemacht. So blieb uns nach dem Besuch am Picadilly Circus immer noch Zeit für einen Einkaufsbummel. Nach diesen beiden anstrengenden Ausflügen waren wir froh, Antwerpen einfach zu Fuß besuchen zu können. Der Liegeplatz befand sich direkt in der Stadtmitte und eine Schulklasse wurde von ihrem Lehrer zwecks Besichtigung des Kreuzfahrtriesen herbeigeführt. Die Altstadt von Antwerpen lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang und zum Einkaufen ein. Eine Besonderheit war aber, dass AIDAsol auf Grund des Wasserstandes mittags gedreht werden musste. Dazu musste natürlich die Gangway eingeholt und später wieder aufgebaut werden. Für den Zeitrahmen von ungefähr einer guten halben Stunde konnte niemand das Schiff verlassen oder betreten. Natürlich hatte der Kapitän vorab mehrfach darauf hingewiesen und wir wollten uns das nicht entgehen lassen. Entsprechend zeitig waren wir zurück an Bord und saßen in der Oceanbar im Heck des Schiffes um das Schauspiel zu verfolgen. Das bot sich dann auch wirklich. In Form von anderen Passagieren, die nicht zugehört hatten und nun winkend auf das Schiff zuliefen, weil sie fürchteten, AIDAsol würde gerade ohne sie ablegen.

Letzter Hafen dieser Reise war Amsterdam. Die Stadt ist in jeder Hinsicht einen Besuch wert. Der moderne Hafen liegt in Laufweite zur Altstadt und eine Grachtenfahrt ist besonders abends zu empfehlen. AIDA bietet diese als Ausflug mit Weinverkostung an. Schon die Fahrt über das Ijsselmeer ist ein Erlebnis, weil eine Schleuse passiert werden muss. Einen ausführlichen Einblick zu einem unserer Landgänge in Amsterdam (allerdings aus 2016) gibt es in „Die Einen lieben es, den Anderen wird übel“.

Auch mit der Abfertigung im Hamburger Hafen waren wir vor fünf Jahren sehr zufrieden. Wir haben über Sartori und Berger einen Parkplatz gebucht, wurden in Altona in Empfang genommen und noch bevor wir selbst den Wagen verlassen hatten, entluden dienstbare Geister das Gepäck und brachten es zum Schiff. Anschließend wurde das Auto in eine bewachte Tiefgarage gefahren und als wir eine Woche später mit AIDAsol in den Hafen einliefen, stand es bereits vor dem Terminal und wartete auf uns.

Mehr zu diesem Schiff gibt es beim nächsten Mal, mit dem Reisebericht zu unserer Kanaren-Kreuzfahrt. Das vielzitierte Fazit „einmal AIDA – immer AIDA“ trifft auch hier wieder zu!

Reisebericht zu einer Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer mit AIDA bella

Zu meiner großen Freude hat AIDA cruises inzwischen bekanntgegeben, dass die bella doch nicht an den asiatischen Markt übergeben wird. Sie bleibt uns erhalten und ich hoffe, ihr noch einmal begegnen zu dürfen!

Unsere Kreuzfahrt mit AIDA diva im westlichen Mittelmeer 2008 hat uns so gut gefallen, dass wir sie im darauffolgenden Jahr gleich wiederholt haben! Diesmal nur mit einem anderen Schiff: der bella.

Die Route war exakt die Gleiche. Da AIDA bella nun im Frühjahr 2017, nach ihrer Abschlusstour, an den asiatischen Markt übergeben wird, möchte ich diesen Bericht eher dem Schiff als den angefahrenen Häfen widmen.

Die bella ist ein Schiff der Sphinx-Klasse und somit fast baugleich mit AIDA diva. Anstelle des Golfplatzes findet man hier aber schon das 4D-Kino. Zum Ansehen der Filme bekommt man natürlich an Ort und Stelle die dazugehörige Brille. Je nach Film wird man ordentlich durchgerüttelt. Für Kinder und Jugendliche sicher ein großer Spaß, aber wir sind ja schon ein bisschen älter, und uns ist schon ein bisschen mulmig geworden. Unter uns bewegte sich zusätzlich schließlich auch noch das Schiff.

Über die technischen Daten der Schiffe wird an anderen Stellen schon genug berichtet, deshalb hier ein paar unserer persönlichen Eindrücke:

Die AIDA bella verfügt über drei Buffetrestaurants: Marktrestaurant, Bella Vista und Weite Welt Restaurant. Wir bevorzugen das großzügig geschnittene Weite Welt Restaurant. Dort erwartet den Gast eine große Vielfalt an Speisen und es ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Die Qualität des Essens war super. Warum es ausgerechnet dieses Restaurant auf den neueren Schiffen nicht mehr gibt, können wir nicht ganz nachvollziehen. Auch die Pizzeria Mare, eine gute Alternative zum Buffetrestaurant, wurde auf später gebauten Schiffen durch ein Burgerrestaurant ersetzt. In dem Fall sind aber beide empfehlenswert. Natürlich gibt es darüber hinaus auch auf AIDA bella die üblichen a la Carte Restaurants: Gourmet Restaurant Rossini, Buffalo Steak-House und in diesem Fall eine Sushi-Bar.

AIDA Schiffe sind in allen Innenbereichen fröhlich und farbenfroh gestaltet. Allerdings haben uns persönlich die Farben auf AIDA diva ein bisschen besser gefallen als auf der bella. Fanden wir im Vorjahr an der Kabinenwand noch die Fototapete eines Sonnenuntergans, war es jetzt nur noch ein gerahmtes Bild. Während die Innenbereiche auf AIDA diva in kräftigen Rot- und Violett-Tönen leuchten, hat man sich auf AIDA bella mehr für ein dezenteres Grün entschieden.

Die Shows im Theatrium haben uns genau so begeistert wie im Vorjahr. Die Beach Bar ist auch hier gemütlich eingerichtet, wobei diese auf den späteren Schiffen noch deutlich an Atmosphäre gewonnen hat.

Am Anreisetag haben wir sehr, sehr lange auf unsere Koffer gewartet. Aber dies ist, wie gesagt, sieben Jahre her. Wir hatten einen sehr frühen Flug und waren bereits zum Frühstück auf AIDA bella, die in Palma de Mallorca im Hafen lag. Es war Anfang August und wurde im Verlauf des Tages ziemlich heiß. Heute sind die Gepäckstücke nach unseren Erfahrungen zwar immer sehr schnell auf den Kabinen, aber wer früh am Tag in warme Gefilde fliegt, sollte vorsichtshalber eine Badehose im Handgepäck haben.

Leider ist es für uns bei der einen Reise mit AIDA bella geblieben. Ihrem Abschied sehen wir mit Wehmut entgegen. Wir hatten eine wunderschöne Woche an Bord des „schönsten Lächelns“ und wünschen ihr auch weiterhin allzeit gute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel!

Reisebericht zu einer Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer mit AIDA diva

Diese Kreuzfahrt haben wir bereits im Jahr 2008 mit AIDA gemacht.

Für zwei Erwachsene und ein achtjähriges Kind war die von AIDA empfohlene Balkonkabine bestens geeignet. Da es unsere erste Schiffsreise war, ließen wir uns telefonisch an der AIDA Hotline beraten. Alle von der Mitarbeiterin gegebenen Informationen haben sich während der Reise genau so bestätigt. Kinder reisen in der Kabine der Eltern kostenlos mit und müssen nur für den Flug bezahlen. Unser über AIDA gleich mit gebuchter Air Berlin - Flug ging von Düsseldorf nach Palma de Mallorca.

Am Flughafen von Palma wurden wir sofort von den ersten freundlichen Crewmitgliedern empfangen und zum Transferbus geleitet. Auch während der kurzen Busfahrt zum Schiff war eine Reisebegleiterin anwesend und bereitete uns auf die Formalitäten der Einschiffung vor. Im Hafenterminal von Palma waren reichlich Mitarbeiter im Einsatz und so war das Einschiffen innerhalb weniger Minuten erledigt.

AIDA diva war zum Zeitpunkt unserer Reise gerade mal ein Jahr alt um im allerbesten Zustand. Wir haben auf dem ersten Schiff der Sphinx-Klasse nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Besatzung war sehr motiviert und verbreitete überall gute Laune. Trotz unserer Unerfahrenheit haben wir uns vom ersten Tag an wohl gefühlt und gut zurechtgefunden. Alle Bereiche waren sehr sauber und das Essen im Weite Welt – Restaurant sehr gut.

Hier ein paar Infos zu den angelaufenen Häfen:

Palma de Mallorca: Start- und Zielhafen der Reise. Ein Besuch in Palma lohnt sich immer. Die Transferzeit vom Hafen in die Stadt beträgt nur wenige Minuten. Die Shuttlebusse sind allerdings nicht kostenlos. Bei geringen Entfernungen kann man den Service aber meistens schon für vier Euro pro Person in Anspruch nehmen.

Neapel: wir haben eine von AIDA organisierte, geführte Tour auf den Vesuv unternommen. In den Sommermonaten kann es dort sehr heiß sein und man sollte auf keinen Fall auf eine Kopfbedeckung verzichten. Auch an die Mitnahme von Getränken sollte man denken. Der Aufstieg ist für ungeübte bei Hitze ein wenig anstrengend, sonst aber auch für Kinder gut zu bewältigen. Die Gegend rund um den Hafen Neapels ist wenig ansprechend. Es empfiehlt sich hier entweder einen Ausflug zu buchen oder den Tag an Bord des Schiffs zu genießen. Gerade wenn die meisten Passagiere an Land sind lädt das Pooldeck zum Baden und Entspannen ein.

Civitaveccia: in Civitaveccia, dem Hafen von Rom, ist die Wahrscheinlichkeit groß andere Kreuzfahrtschiffe zu treffen. Der Hafen ist gut ausgebaut und bietet einigen Schiffen Platz. Die Fahrt nach Rom dauert mit einem Reisebus knapp eineinhalb Stunden. Während der Busfahrt erläutert ein ortskundiger Reiseleiter anhand ausgeteilter Stadtpläne bereits die besten Wege zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und gibt wertvolle Tipps zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufsmöglichkeiten und kulinarischem. Wir haben Rom auf eigene Faust erkundet. Auch hier muss man im Sommer mit hohen Temperaturen rechnen. Nach dem insgesamt neunstündigen Ausflug wird es in den Buffetrestaurants an Bord sehr voll. Wer vorsorgen will reserviert für den Abend einen Tisch in einem der a la carte Restaurants. Die dort verzehrten Speisen und Getränke sind im Reisepreis allerdings nicht inbegriffen. Wer Rom bereits kennt und nur einen kleineren Spaziergang machen will, kann mit dem Bus der Hafenbehörden nach Civitaveccia fahren. Dieser Service ist kostenlos.

Marseille: leider liegt der Hafen für die Kreuzfahrtschiffe hier für Fußgänger zu weit außerhalb des Stadtzentrums. Auch hier haben wir Gebrauch von den Shuttlebussen gemacht, die AIDA bereitstellte. Der Bustransfer ist kostenpflichtig, aber ein Besuch der Innenstadt lohnt sich auf jeden Fall. Der Bereich um den alten Hafen wurde in den letzten Jahren noch einmal modernisiert. Bei den Straßenhändlern in Marseille haben wir die allerbesten gebrannten Mandeln gekauft! Die gewaltige Kathedrale ist einen Besuch wert. Der Bus fährt alle paar Minuten zurück zum Schiff.

Barcelona: es gibt wahrscheinlich nichts, was über die von Gaudi geprägte Stadt noch nicht erzählt wurde. Neben den Ramblas, dem Aquarium und den Markthallen mitten in der Fußgängerzone ist auch der Hafen selbst eine Attraktion. Auch hier finden sich viele Kreuzfahrtschiffe ein. Wir zählten bei unserem Besuch sechs Schiffe! Natürlich lohnt sich auch ein Blick auf die Sagrada Familia. Für eine Besichtigung im Inneren reicht die Zeit wegen der langen Wartezeiten meist nicht.

Zwei Seetage haben wir während der einwöchigen Reise bestens unterhalten an Deck verbracht. Ebenso professionell wie die Shows an Bord verlief auch der Rücktransport zum Flughafen von Palma.

Eine Kreuzfahrt ins westliche Mittelmeer ist auf jeden Fall empfehlenswert und unter den Schiffen bliebt AIDA diva unsere erste große Liebe!

Reisebericht über eine Kreuzfahrt zu den Metropolen Nordeuropas mit AIDA mar

Wer sich für eine Seereise auf der Nordsee entscheidet, sollte bei der Wahl des Reisezeitraums bedenken, dass man in diesen Breitengraden fast immer auch mit schlechtem Wetter rechnen muss. Gerade in den Frühlingsmonaten können insbesondere die Abende noch sehr kalt werden. Achtet man bei der Wahl des Gepäcks aber drauf, ausreichend warme Kleidung und auch entsprechend warmes Schuhwerk mit zu nehmen, kann es auch bei weniger guten Witterungsbedingungen ein gelungener Urlaub werden.

Der Vorteil einer Reiseroute mit dem Starthafen Hamburg liegt für viele darin, dass man auf eine Anreise mit dem Flugzeug verzichten kann. Dies ist kostengünstiger und sofern man mit dem eigenen Fahrzeug anreist gibt es auch keine Einschränkungen bezüglich des Gepäcks. Die meisten Fluggesellschaften berechnen erhöhte Gebühren falls man ein gewisses Gewicht überschreitet. Darüber braucht man sich bei der individuellen Anreise per PKW keine Gedanken zu machen. Wichtig ist jedoch, sich im Voraus um einen geeigneten Stellplatz für das Fahrzeug zu bemühen. In den großen deutschen Häfen bieten Dienstleister einen Parkservice an, den man bereits von zu Hause über das Internet buchen kann. Man entscheidet sich entweder für das sogenannte Valet-Parken, bei dem das Fahrzeug direkt am Terminal an einen Mitarbeiter des Dienstleisters übergeben wird und bei Ende der Reise dort auch wieder bereitgestellt wird. In der Zwischenzeit wird das Fahrzeug auf einem bewachten Außenstellplatz oder in einer Halle untergebracht. Oder aber man wählt die Möglichkeit das eigene Auto auf einem Parkplatz in der Nähe abzustellen und wird mit einem Shuttle-Service zum Hafenterminal gebracht. Inzwischen wird dieser Service auch von einigen Kreuzfahrtunternehmen angeboten, die Abwicklung erfolgt in der Regel aber über den selben Dienstleister. Die Kosten für die Unterbringung des Fahrzeugs belaufen sich je nach ausgewähltem Service auf fünfunddreißig bis hundertzwanzig Euro.

Vor der Buchung der Reise steht natürlich die Wahl des Kreuzfahrtanbieters. Hier sollte man sich vor allem darüber bewusst werden ob man Wert auf die deutsche Bordsprache legt und ob man ein All-inclusive Angebot nutzen möchte. Die Mahlzeiten und die dazu gereichten Tischgetränke sind bei den meisten Anbietern bereits im Preis enthalten. Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, dass die an den Bars verzehrten Getränke im All-inclusive Paket bereits enthalten sind. Auf diese Weise kann man die Zusatzkosten besser überschauen, die Reisen sind in der Regel natürlich teurer. Das Platzangebot in den Bars auf den Außendecks ist eingeschränkt. Aus diesem Grund ist es eher nachteilig, wenn Getränke nicht zusätzlich gezahlt werden müssen. Die Menschen halten sich immer dort auf, wo es etwas umsonst gibt, und machen davon ausgiebig Gebrauch weil sie das Gefühl haben dann mehr für den bereits gezahlten Preis zu bekommen. Gemütlicher ist es daher auf Schiffen, auf denen man für die in den Bars verzehrten Getränken per Bordrechnung zahlt. In einigen Kabinenkategorien, insbesondere in den Suiten, befinden sich Minibars. Die Nutzung dieses Services ist immer kostenpflichtig.

Bei der Wahl der Kabinenkategorie muss man sich zwischen Innenkabinen, Außenkabinen, Balkonkabinen und verschiedenen Suiten entscheiden. Einige Schiffe bieten darüber hinaus auch Verandakabinen, Familienkabinen und sogar Kabinen mit Wintergarten an. Welche Wahl man hier trifft, ist natürlich reine Geschmacksache und darüber hinaus eine Preisfrage. Allerdings gilt es gründlich zu überdenken, ob der wesentlich höhere Preis für eine Suite im richtigen Verhältnis steht. Neben einigen anderen Annehmlichkeiten wird man bereits bei der Einschiffung bevorzugt behandelt. Dadurch lässt sich die Wartezeit verkürzen und auch das Gepäck soll laut den Gesellschaften mit erhöhter Priorität zugestellt werden. Bucht man aber eine Suite im Bug des Schiffes, hat man sehr mit dem Fahrtwind zu kämpfen und kann seinen privaten Außenbereich eher schlechter nutzen als einen seitlich des Schiffes gelegenen Balkon.

Auf den meisten Schiffen werden die Mahlzeiten in Buffetform serviert. Dabei hat man freie Tischwahl. Je nach den persönlichen Wünschen kann das Fluch oder Segen sein. Wer lieber unter sich bleibt muss um einen möglichst kleinen Tisch kämpfen. Die vielen für bis zu neun Personen vorgesehenen Tische führen dazu, dass man mit wechselnden Mitreisenden zusammen sitzt und am Tisch ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit in einem zahlungspflichtigen Restaurant einen Tisch zu reservieren.

Wer die Reise auf Grund seiner Liebe zur Seefahrt und zu den Schiffen macht, dem werden die angesteuerten Häfen nicht so viel bedeuten. Dennoch sollte man sich vorher einen Überblick verschaffen welche Ausflüge an Land angeboten werden und was man auf eigene Faust unternehmen kann.

So hat man nicht immer die Möglichkeit die Stadt des Start- und Zielhafens ausführlich zu erkunden. Hamburg hat aber auch vom Schiff aus eine Menge zu bieten. Je nach Terminal fährt man beim Auslaufen aus dem Hafen entlang der Landungsbrücken und der Elbphilharmonie und kann einen Teil der Stadt von der Wasserseite bestaunen.

Auf vielen Reisen verbringt man entweder wegen der Entfernung zum nächsten Hafen oder aber auch zur Entspannung ein bis zwei Seetage. Wer nicht ganz seefest ist, sollte bedenken, dass man auf der Überfahrt zur Küste Englands einen Tag und zwei Nächte auf der nicht immer ruhigen Nordsee verbringt. Zwar haben die Schiffe auch bei schlechtem Wetter viel zu bieten, aber bei Regen und Kälte hält man sich nicht lange in den Außenbereichen auf und die Nutzung der Poollandschaft entfällt.

Hat das Schiff am nächsten Morgen in Southampton angelegt, kann man London in etwa zwei Stunden mit dem Bus erreichen. Alternativ bietet sich ein Ausflug nach Stonehenge an. Wer sich gerne zu Fuß auf den Weg macht, darf dies in Southampton direkt vom Schiff aus tun. Einen Shuttlebus braucht man hier nicht um in die beschauliche Altstadt zu gelangen oder sich in der Hafengegend mit der Geschichte der Titanic zu beschäftigen.

Le Havre wird als der Hafen von Paris bezeichnet. In Wahrheit lohnt sich ein Ausflug in die Hauptstadt Frankreichs aber nur bedingt. Die Busfahrt ins Zentrum von Paris dauert etwa drei Stunden und natürlich muss die gleiche Zeit auch für die Rückfahrt zum Schiff einkalkuliert werden. Wer Paris besuchen möchte, sollte sich also bereits im Voraus gründlich überlegen, welche Sehenswürdigkeiten eher auf seinen Tagesplan setzt. Die Aufenthaltsdauer beträgt rund vier Stunden. Der Hafen von Le Havre darf nicht von Fußgängern passiert werden. Mit einem Shuttlebus werden die Passagiere vom Hafengelände wahlweise in die Stadt oder in ein nahegelegenes Einkaufszentrum gefahren. Der Bustransfer ist in diesem Hafen nicht kostenlos, der Preis für ein Tagesticket liegt in etwa bei vier Euro pro Person. Das Einkaufszentrum besteht aus einigen wenigen Geschäften und es wird vorwiegend Kleidung angeboten. Im Stadtzentrum dagegen lohnt sich ein Spaziergang zum Hotel de Ville. Der Platz vor dem Hotel ist mit wunderschönen Wasserspielen angelegt und verbreitet die Atmosphäre eines Parks.

Wer sich in Southampton und Le Havre gegen die Buchung eines Ausflugs entschieden hat, sollte in Zeebrugge auf keinen Fall darauf verzichten. Zwar bietet der Hafen auch hier einen Bus an, da Fußgänger ebenfalls verboten sind, aber im Gegensatz zu den anderen Zielen hat diese Hafenstadt nichts zu bieten. Einziges Ziel könnte der Strand sein, die Uferpromenade ist aber völlig verwaist und zahlreiche Hotels stehen zum Verkauf. Ein Zentrum mit Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Als Ausflugsziele werden Brugge, Brüssel oder Antwerpen angeboten. Am schnellsten zu erreichen ist Brugge. Die Sehenswerte Altstadt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Allerdings kostet die einfache Busfahrt zehn Euro. Das Kreuzfahrtunternehmen bietet den Bustransfer komplett für neunzehn Euro an. Ist man mit mehreren Personen unterwegs, summiert sich dies schnell und ein Taxi könnte zur Alternative werden.

Das nächste Ziel ist Amsterdam. Schon die Fahrt in die Metropole der Niederlande ist ein Erlebnis. Das Schiff muss zunächst durch eine Schleuse, die die Nordsee mit dem Ijsselmeer verbindet. Die Fahrt über das Ijsselmeer sollte man auf einem der Außendecks genießen. Das Schiff ist nicht länger nur von Wasser, sondern von einer Landschaft umgeben, deren Bebauung auf dem Weg stets zunimmt. Hat man den Hafen von Amsterdam erreicht, befindet man sich direkt im Stadtzentrum und kann sich zu Fuß auf den Weg machen die Stadt zu erkunden. Neben den ringförmig angelegten Grachten sind auch die alten Häuserfassaden sehenswert. Zahlreiche Museen, darunter auch das Anne Frank Haus, laden zu einem Besuch ein. Hier sollte man allerdings mit Wartezeiten rechnen. Leider ist das Schiff in unserem Fall erst gegen Mittag zum Landgang freigegeben und soll bereits um Mitternacht wieder auslaufen. Für die Besichtigung einer Stadt wie Amsterdam ist die Zeit viel zu kurz. Es lohnt sich daher eine der angebotenen Grachtenfahrten zu unternehmen. Auf der Route der verglasten Boote hat man die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit recht viel von Amsterdam zu sehen. Besonders schön ist eine Fahrt mit diesen Booten am Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit sind die Brücken über den Grachten beleuchtet. Ein kurzer Ausflug in den Hafen bietet darüber hinaus die Möglichkeit die im Hafen liegenden, beleuchteten Kreuzfahrtschiffe von der Wasserseite aus zu sehen. Für einen Preis von knapp fünfzig Euro bietet der Reiseveranstalter eine solche Fahrt inklusive Wein und Käse an. Auf Wunsch werden auch andere Erfrischungsgetränke gereicht.

Leider neigt sich nach dem Verlassen von Amsterdam die Reise wieder dem Ende zu. Ein weiterer Tag auf See bietet noch einmal die Möglichkeit in den Bordshops einzukaufen. Bereits früh am nächsten Morgen haben wir Hamburg wieder erreicht und die einwöchige Kreuzfahrt geht zu Ende.